Der Vorteil von Kontaktlinsen

by Administrator on September 2, 2008

Die Alternative zum Brillentragen ist die Nutzung von Kontaktlinsen. In Form und Farbe sind sie vielfältig und auch die Handhabung entspricht einer gewissen Übung. Dennoch greifen immer mehr Brillenträger zu den kleinen, runden Linsen. Doch was genau sind Kontaktlinsen und welchen Nutzen haben sie wirklich? Sind Kontaktlinsen eine bessere Alternative zu Brillen?

Kontaktlinsen – auch Haftschalen genannt – gehören ebenso wie Brillen zu den so genannten Sehhilfen. Sie liegen direkt auf der Hornhaut der Augen und ersparen somit das Tragen eines Brillengestelles. Die erste Idee einer solchen Erfindung hatte der Franzose René Descartes im Jahr 1636. Ende des 19. Jahrhunderts führte Adolf Eugen Fick die Überlegung über das Tragen von Glaslinsen weiter. Kurze Zeit später wurden erste Glaslinsen herstellt, die jedoch einen Durchmesser von 23 mm hatten und somit äußerst unpraktisch und unkomfortabel waren. 1939 wurden schließlich Kontaktlinsen durch Acrylglas aufgewertet und die Linse auf einen Durchmesser von ca. 10 mm reduziert, welche ein vorteilhaftes Tragen von 10-12 Stunden am Tag ermöglichten.

Heute gibt es zwei Varianten von Kontaktlinsen: die harten und die weichen Linsen. Die harten Kontaktlinsen – auch formstabile Linsen genannt – sind leicht auf dem Augentränfilm beweglich und schädigen somit das Auge nachhaltig so gut wie gar nicht, da durch eine höhere Gasdurchlässigkeit die Augen besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Um Schäden der Hornhaut zu vermeiden, sollten überalterte Linsen regelmäßig ausgetauscht werden.
Weiche Kontaktlinsen sind elastisch und passen sich somit der Form der Hornhaut. Durch die direkte Haftung an der Augenoberfläche bieten sich weiche Linsen für Wassersport und ähnliche Sportarten geradezu ideal an, weil ein Verlust der Linsen gering ist. Das Tragen der weichen Linse wird von vielen Menschen als angenehmer empfunden, als die Nutzung der harten Linsen. Dennoch ist das Risiko der Schädigung der Augen bei weichen Linsen höher durch Sauerstoffmangel oder Ablagerungen auf der Linse.
Zudem darf die Pflege der Kontaktlinsen nicht aus den Augen verloren werden. Harte sowie weiche Kontaktlinsen bestehen meist auch grundverschiedenen Materialien und erfordern daher auch unterschiedliche Pflegepräparate. Laut Herstellervorgaben müssen regelmäßige Reinigungen vorgenommen werden, um Infektionen, Schädigungen oder Hornhautreizungen zu vermeiden. Alternativ können hier Tages-Kontaktlinsen genutzt werden, die nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden.

Mit Kontaktlinsen kann man Augensichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Astigmatismus (Fehlsichtigkeit) oder Weitsichtigkeit korrigieren – meist werden durch das Einsetzen von Kontaktlinsen diese Korrekturen besser wahrgenommen als mit einer Brille. Das Erreichen einer höheren Sehschärfe bei gleicher Dioptrienzahl ist ein besonderer Vorteil bei der Wahl der Kontaktlinsen. Stark kurz- oder weitsichtige Menschen erzielen mit Linsen eine weit bessere Sehkraft als mit der Nutzung von Brillen, welche eine Sehsteigerung von bis zu 120 Prozent ausmachen können.
Die Anpassung der Kontaktlinsen nimmt entweder der Augenarzt oder Optiker vor. Kontaktlinsen, die der Hornhaut nicht recht angepasst sind, können den Augen schaden. Hierbei wird die individuelle Form des Auges sowie die Kraft der Augenlider beim Zwinkern berücksichtigt und muss ausdrücklich vom Fachmann angepasst werden.

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